Bundestag beschließt das Pflegestärkungsgesetz

Die Leistungen der Pflegeversicherung werden bedarfsgerechter auf die besonderen Bedürfnisse demenziell erkrankter Menschen ausgerichtet.
Die ambulante Versorgung Demenzkranker wird deutlich verbessert. Zugleich gibt es ab 01.01.2017 auch höhere Leistungen für Demenzkranke.

Informationen zum Pflegestärkungsgesetz II 

Deutsche Alzheimer Gesellschaft: e.V.: Infoblatt 8 - Die Pflegeversicherung

Pflegeversicherung Leistungsuebersicht (pdf, 187.62 KB)

Fragen zur Pflegeversicherung: Bürgertelefon des Bundes Gesundheitsministerium, Telefon: 030-340 60 66-02

Verkehrssicherheit für ältere Menschen

Auf den Seiten des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) finden Sie nützliche Informationen rund um das Thema "Verkehrssicherheit für
ältere Menschen". 

Informationen und Broschüren zum Download unter:
"Sicher mobil im Alter - Tipps für Angehörige und Freunde" und "Aktion Schulterblick"

Bestürzend

„Größere Bereitschaft der Ärzte und Krankenkassen bei Diagnose und Behandlung von Alzheimer-Patienten forderte Konrad Beyreuther vom Zentrum für Molekularbiologie in Heidelberg anlässlich des Weltalzheimertags in Ludwigshafen.
Die Situation der an dieser Demenzkrankheit leidenden Menschen sei beängstigend. Die Patienten seien offensichtlich aus der Solidargemeinschaft ausgeschlossen.
Für die Behandlung würden jährlich etwa 44.000 Euro pro Patient veranschlagt. Davon hätten die Familien mehr als zwei Drittel selbst zu tragen.
Insgesamt werden, so Beyreuter, 26 Milliarden Euro pro Jahr – oder täglich 71 Millionen Euro – in Deutschland für die Krankheit ausgegeben. Nur einem Teil der Kranken würden die empfohlenen Medikamente verordnet.“ (Die Rheinpfalz – Südwestdeutsche Zeitung vom 20. September 2003)

Sehr zu bedenken

Der Alzheimer-Kranke braucht nicht nur „Tabletten“, er braucht auch – sogar in besonderem Maße - Zuwendung.
Am Anfang der Erkrankung ist die Dringlichkeit zur Einnahme von Medikamenten besonders groß; die Zuwendung besteht großenteils in Beobachten und Anleiten.
Im Verlauf der Krankheit nimmt die Dringlichkeit der Zuwendung zu und die der medikamentösen Therapie deutlich ab.
In welchem Stadium die Zuwendung auch immer erfolgen mag, ganz wichtig ist: Unsere Kranken haben ihre eigene Welt! Man darf nie der Versuchung erliegen, sie in die Realität zwingen zu wollen – das kann nur zu einer deutlichen Verschlechterung ihrer Befindlichkeit führen!

Dringlich

Man kann als Pflegender nicht auf Dauer rund um die Uhr für einen Patienten da sein. Man schadet sich letztendlich immer, wenn man diesen Rat in den Wind schlägt. Gewiss, zunächst fällt es nicht leicht, sich Verschnaufpausen zu gönnen, wenn man sich ständig gefordert fühlt und geradezu verlernt hat, eigenen Bedürfnissen nachzukommen. Trotzdem: Seien Sie auch für sich da! Wagen Sie, sich gelegentlich auszuklinken, und bleiben Sie konsequent! Übertragen Sie die Pflege für Stunden oder gar Tage auf andere Familienmitglieder und/oder auf institutionelle Einrichtungen! Nutzen Sie die professionellen Hilfsangebote! Es gibt sicher in Ihrer Umgebung ambulante Helferinnen und Helfer; es besteht die Möglichkeit der zeitweisen Unterbringung in einer Tagesstätte; es besteht die Möglichkeit der Kurzzeitpflege in einem Heim. „Aber die professionelle Hilfe kostet Geld und das möchte man für die Familie behalten“ – für viele ein wichtiger, ja der entscheidende Grund, weiter auf sich gestellt zu bleiben. Doch was wiegt der finanzielle Gewinn, wenn man sich selbst ruiniert? Lassen Sie sich informieren und beraten, wenn Sie sich wie in einer Tretmühle vorkommen! 

Aufreibend

Immer wieder stoßen Pflegende und Angehörige von Demenzerkrankten auf unüberwindlich erscheinende Grenzen, was die Kommunikation mit ihrem Patienten angeht. Frust, Demotivation, Resignation und schließlich eine pessimistische, ja nihilistische Einstellung sind die Folge. Doch manches läßt sich bessern, indem man sein eigenes Verhalten dem Kranken gegenüber verbessert. Es gibt eine ganze Reihe von Veröffentlichungen zum Thema Kommunikation mit Demenzkranken. Ein übersichtlicher, gut lesbarer, die Probleme erhellender und an konkreten Hinweisen reicher Ratgeber hat das Kuratorium Deutsche Altershilfe, Köln vorgelegt: Jennie Powell, Hilfen zur Kommunikation bei Demenz, Übersetzung aus dem Englischen von Britta Maciejewski, 100 Seiten und Anhang, Köln 2002. (ISBN 3-935299-26-5). Telefon des Kuratoriums: 02 21-931 84 7-0, Fax: 02 21-931 84 7-6. Wenn Sie an sonstiger Literatur zum Thema interessiert sind, kann Ihnen die Geschäftsstelle der Alzheimer Gesellschaft Rheinland-Pfalz (Tel.: 06 21-569 860) weiterhelfen.

 

Erfolglos?

Man hat’s schon so oft gehört: Demenz darf nicht länger tabuisiert werden! Der Erfolg der immer wieder vorgetragenen Mahnung scheint eher kläglich zu sein. Aber man darf nicht abwinken. Änderungen negativer Einstellungen brauchen Zeit und ständiges Bemühen. Nur die ständige Präsentation des Problems kann ein Enttabuisieren befördern. Aber verlassen wir uns nicht auf die, die im Gesundheitswesen etwas zu sagen haben! Gerade auch Angehörige und Freunde von Demenzkranken sollten alles daran setzen, keine Bunkermentalität aufkommen zu lassen, die Probleme nicht zu verbergen und andere in die Pflicht zu nehmen. Sie können dabei nur gewinnen. Verstecken wir unsere Alzheimer-Kranken nicht! Sie haben Rechte in unserer Gesellschaft wie andere Kranke auch. Krankheit darf nicht als Makel betrachtet werden. 

Belastend

Einen Demenzkranken ins Krankenhaus geben zu müssen, kann sehr belastend sein. Man kann jedoch im Vorfeld einiges richten.
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft hat ausführliche Informationen zu diesem Problemzusammenhang veröffentlicht.

Aktuelle Infos und Downloads
Online-Broschüre

Unangenehm

Nicht selten fallen Demenzpatienten durch ein Verhalten auf, das als unschicklich oder gar als peinlich empfunden wird. Da gilt es, gelassen zu reagieren; heftige Reaktionen machen die Situation nur unangenehmer.
Man sollte auf „Entgleisungen“ seines Patienten vorbereitet sein und eine Erklärung für andere parat haben. Die anderen reagieren durchweg verständnisvoll, wenn Ihnen deutlich gemacht wird, dass Krankheit das „Fehlverhalten“ hervorruft – das um so mehr, je souveräner der Angehörige oder die Angehörigen bleiben.
Der Erfahrungsaustausch mit gleich-betroffenen Pflegepersonen kann helfen, eine souveräne Haltung zu festigen. 

Wichtig

Die Auswirkung einer Alzheimer Erkrankung auf bestehende oder beantragte Versicherungsverträge sollte unbedingt geprüft werden, denn die Krankheit zählt zu den „gefahrenerheblichen Umständen“, die Krankenversicherung, Unfallversicherung, Haftpflichtversicherung, Kfz-Haftpflicht und Kaskoversicherung u. a. m. erheblich tangieren.
Auszug aus Alzheimer Info 3/12 zum Thema "Haftpflichtversicherung für Demenzkranke halten nicht immer, was sie versprechen"
 

Pflegegeld

Um Pflegegeld zu bekommen, wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse. Sie berät darüber, welche Unterlagen benötigt werden und wie die notwendige Untersuchung Ihres Patienten zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit abläuft.

Pflegende sollten sich darauf einstellen, dass Demenzpatienten gern ihre reale Situation beschönigen. 

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Wenn ein Kranker persönliche Angelegenheiten schriftlich festhalten möchte, ehe er nicht mehr in der Lage ist, sie selbst zu formulieren, also eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung erstellen möchte, hat er zunächst einmal Ansprechpartner in den Betreuungsbehörden. Über Adressen und Beratungszeiten informieren die Stadt– oder Gemeindeverwaltungen, bzw. Sie finden sie im Internet unter:
Sozialportal Rheinland-Pfalz
Formulare, Muster und Vordrucke finden Sie unter: Downloads 

Ein weiterer Ansprechpartner ist der Sozialpsychiatrische Dienst der Gesundheitsämter. Eine Broschüre „Betreuungsrecht“ mit allgemein verständlichen Erläuterungen ist kostenlos beim Bundesministerium der Justiz, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 11015 Berlin zu erhalten (e-mail: Broschüre@bmj.bund.de) Eine Informationsbroschüre „Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung“ mit Bausteinen als Formulierungshilfen und Erläuterungen hat der Fachhochschulverlag Frankfurt in einer Neuauflage 2001 herausgegeben.

Rechtliche Betreuung

Für Patienten, die ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können, tritt nach Gesetz ein rechtlicher Betreuer ein, der für den Kranken handelt.
Der rechtliche Betreuer ist in der Regel ein naher Angehöriger, in einigen Fällen auch ein neutraler Dritter. Er soll die Angelegenheiten des Demenzkranken unter Berücksichtigung der dem Kranken verbliebenen Fähigkeiten erledigen.
Eine Betreuung wird beim zuständigen Amtsgericht/Vormundschafts-
gericht unter Vorlage eines ärztlichen Zeugnisses beantragt.
In „Alzheimer-Info“, Heft 2/03 der Deutschen Alzheimer Gesellschaft ist die rechtliche Betreuung Demenzkranker Schwerpunktthema.

Spenden & Helfen
 

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